Die Städtebahn Sachsen bittet um Entschuldigung

Für die Ausfälle, Ersatzverkehre und Verspätungen in den letzten Monaten auf den Strecken der Städtebahn Sachsen (SBS) werden Pendler ent­schädigt. Abo-Kunden und JobTicket-Nutzer erhalten eine Ent­schädigung in Höhe von 50 Euro.

Entschädigung für Pendler

Seit Mai kann die Städtebahn Sachsen (SBS) den Zug­ver­kehr nicht in gewohnter Qualität anbieten. Dem Unternehmen fehlen Lokführer. Defekte Triebwagen konnten in Folge von Baumkollisionen nicht eingesetzt werden. Über 30.000 Zugkilometer fielen bisher aus.

Für diese Unannehmlichkeiten bittet die Städtebahn um Ent­schuldigung und zahlt an Pendler, die regelmäßig im Netz der Städtebahn (Linien RB 33, RB 34, RB 71, RB 72) unter­wegs sind, pauschal und unabhängig vom Fahrkartenwert freiwillig und einmalig eine Entschädigung von 50 Euro.

Der Betrag kann bis zum 30. November 2018 je Person und je Fahrkarte einmal beantragt werden.

Grundlage für die Zahlung ist eine Abo-Monatskarte oder ein JobTicket sowohl ermäßigt als auch zum Normalpreis für die Monate Mai, Juni, Juli August, September oder Oktober 2018. Das Ticket muss eine der Tarifzonen Kamenz, Radeberg, Königsbrück, Pirna, Bad Gottleuba, Bad Schandau, Neustadt oder Altenberg einschließen.

Um die Entschädigung in Anspruch zu nehmen, erhalten Sie in den Zügen der Städtebahn Sachsen ein Formular, das ausgefüllt als Scan oder Foto gemeinsam mit den Kunden- und Bankdaten eingesandt wird.

In 6 Schritten zur Entschädigung

  1. Vollständig ausgefüllte Vorderseite des Flyers scannen, kopieren oder abfotografieren

  2. Kontaktformular öffnen und unter
    - „ein anderes Anliegen“ weiter
    - „zu einem anderen Anliegen“ den Punkt
    - „Entschädigung Städtebahn“ auswählen

  3. Bankverbindung eingeben

  4. In Schritt 2 des Kontaktformulars bei „Anhang“ den Scan, die Kopie oder das Foto hochladen

  5. Kontaktdaten eingeben

  6. Angaben prüfen und absenden

Noch Fragen? Wir haben Antworten

Warum führt die SBS eine Kundenentschädigung durch?

Mit der freiwilligen Entschädigung bittet die Städtebahn Sachsen um Entschuldigung für Zugausfälle, Ersatzverkehre und Verspätungen in den letzten Monaten.

Wegen fehlender Lokführer sowie defekter Triebwagen konnte der Verkehr nicht planmäßig durchgeführt werden.

Wer hat Anspruch auf die Entschädigung?

Anspruch haben Inhaber einer Abo-Monatskarte oder eines JobTickets zum Normalpreis und zum ermäßigten Preis, die regelmäßig im Netz der Städtebahn (Linien RB 33, RB 34, RB 71, RB 72) unterwegs sind.

Die Abo-Monatskarte oder das JobTicket muss eine der Tarifzonen

  • Kamenz
  • Radeberg
  • Königsbrück
  • Pirna
  • Bad Gottleuba
  • Bad Schandau
  • Neustadt/Sa. oder
  • Altenberg

einschließen.

Wie finanziert die Städtebahn Sachsen die Entschädigung?

Die Städtebahn zahlt die Entschädigung von dem Geld, dass der VVO als Auftraggeber wegen der Mängel (Pönale) zurückfordert.

Warum werden nur Abo-Kunden entschädigt und Kunden mit einer „normalen“ Monatskarte nicht?

Entschädigt werden Abo-Kunden und JobTicket-Inhaber, da sie an die Verträge gebunden sind und Ausfälle kein Grund für eine Sonderkündigung des Abo-Vertrages sind. 

Warum ist die Tarifzone Dresden ausgeschlossen?

Innerhalb des Stadtgebietes gibt es im Gegensatz zum Umland, ausreichend Fahrtalternativen.

Für welchen Zeitraum wird die Entschädigung gezahlt?

Die Entschädigung wird für Mängel in den Monaten Mai 2018 bis Oktober 2018 gezahlt.

Wie hoch ist die Entschädigung und gibt es eine Staffelung?

Die Entschädigung beträgt pauschal und einmalig 50 Euro, unabhängig davon, ob Sie ein Ticket zum Normalpreis oder ermäßigt besitzen.

Warum wird das Geld für eine Entschädigung genutzt und nicht für eine bessere Bezahlung der Lokführer bzw. wird in den Betrieb gesteckt?

Unabhängig von notwendigen Verbesserungen bei der Personalsituation gibt es Regeln in den Verkehrsverträgen, dass solche Situationen gar nicht erst auftreten dürfen.

Dafür steht die SBS nun gerade – und arbeitet dennoch weiter an der Lösung der Probleme.

Schafft man hiermit nicht einen Präzedenzfall für Probleme auf anderen Strecken (z. B. RE 50)?

Diese Entschädigung erfolgt einmalig und freiwillig aufgrund der zahlreichen Ausfälle. Andere Linien sind nicht in diesem Maß von Mängeln betroffen.

Wie bekomme ich die Entschädigung?

Bitte füllen Sie zum Erhalt das Formular aus, das Sie in den Zügen der SBS erhalten oder sich hier downloaden können

Füllen Sie das Formular aus und fotografieren Sie diese ab. Senden sie es über das Kontaktformular an uns. Wir leiten das Formular für die Bearbeitung an die Städtebahn Sachsen weiter.

Bis wann kann ich eine Entschädigung beantragen?

Die Entschädigung muss bis zum 30. November 2018 beantragt werden.

Warum ist der Zangenabdruck notwendig?

Mit dem Zangenabdruck bestätigen die Zugbegleiter, die auf Ihren digitalen FAHRKARTEN (Chipkarten) gespeicherten Tarifzonen und Ihre Fahrt mit der Städtebahn Sachsen.

Ich habe kein Internet – wie erhalte ich trotzdem die Entschädigung?

Senden Sie das ausgefüllte Formular mit einem formlosen Schreiben und allen wichtigen persönlichen Daten sowie den Bankdaten an

  • Verkehrsverbund Oberelbe GmbH
    Mobilitätszentrale
    Leipziger Straße 120
    01127 Dresden.

Ich fahre nur zwischen Sebnitz und Neustadt – wie komme ich da an einen Zangenabdruck?

Bitte suchen Sie den Triebwagen auf, der am Bahnhof in Neustadt/Sachsen steht und holen sich dort den Zangenabdruck und somit die Bestätigung des Zugbegleiters.

Wie lange dauert die Auszahlung?

Aufgrund des Umfangs der Aktion kann die Auszahlung bis zu 30 Tage dauern.

Was passiert mit meinen persönlichen Daten?

Diese werden von der VVO GmbH und der SBS GmbH zur Bearbeitung und statistischen Auswertung für 365 Tage gespeichert und dann automatisch gelöscht.

Die Städtebahn Sachsen arbeitet daran, die vertraglich vereinbarten Leistungen so schnell wie möglich wieder in gewohnter Weise zu erfüllen.