Infrastrukturprogramm 2020

Übergangsstelle am Bahnhof Riesa

Übergangsstelle am Bahnhof Riesa

Das Infrastrukturprogramm 2020 schreibt das Prozedere bei Beteiligungen des VVO fest. Es dient zur Planung von Komplementärfinanzierungen und stellt die Grundlage für die Abstimmungen mit dem Freistaat Sachsen zum Landesinvestitionsprogramm dar.

Mit dem Nahverkehrsplan und dem SPNV-Zielnetz hat der Z-VOE für den Nahverkehrsraum Oberelbe die Schaffung eines integrierten ÖPNV unter diskriminierungsfreier Einbeziehung aller Verkehrsmittel und Verkehrsunternehmen beschlossen.

Anliegen und Auftrag des VVO beim Engagement im Infrastrukturbereich ist der Abbau baulicher Übergangshemmnisse und die Integration der verschiedenen Verkehrsarten. Vor dem Hintergrund der absehbaren Rahmenbedingungen ist mit der Umsetzung dieses Infrastrukturprogramms bis 2020 neben der physischen Vernetzung der Verkehrsarten an den Schnittstellen auch die virtuelle Systemvernetzung (Kundeninformation, Fahrzeugassistenz) vollständig hergestellt.

Übergangsstelle Weinböhla

Übergangsstelle Weinböhla

An der Umsetzung des Infrastrukturprogramms 2010 beteiligte sich der Z-VOE seit 1999 mit rund 20 Mio. Euro an Planung und Ausführung der 52 realisierten Projekte an 43 Standorten. Damit wurden unter akquirierter Förderung durch den Freistaat Sachsen rund 60 Mio. Euro investive Mittel gebunden. Die derzeit in Planung befindlichen Vorhaben wurden bereits mit 1 Mio. Euro durch den Z-VOE finanziert, weitere 3 Mio. Euro hat der Z-VOE für deren Fertigstellung bereits zugesagt. Diese binden nochmals insgesamt ca. 25 Mio. Euro an Investitionen.

Damit konnten bereits 33 Zugangs- und Übergangsstellen zu einem Aushängeschild für einen attraktiven ÖPNV umgestaltet und 8 P+R-Plätze neu errichtet werden (Abb. 1). Dazu unterstützte der Z-VOE die DB Netz AG bei der Ertüchtigung der Strecke Kamenz – Arnsdorf für eine Streckengeschwindigkeit von 100 km/h sowie bei der Realisierung der Arnsdorfer Kurve.

Hier können Sie sich über abgeschlossene Vorhaben des Infrastrukturprogrammes informieren, aber auch über im Bau befindliche und geplante Vorhaben.

Zwischenbilanz Infrastrukturprogramm 2010

Kamenz, saniertes Bahnhofsgebäude

Kamenz, saniertes Bahnhofsgebäude

Eine Region wächst zusammen

Kernziel des VVO ist die Vernetzung aller Verkehrsträger zu einem integrierten Gesamtsystem. Die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür fördert der Verbund in seinem „Infrastrukturprogramm 2010“. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen 70 Übergangsstellen zwischen Bus und Bahn, P+R-Plätze, Bahnhaltepunkte und weitere Maßnahmen realisiert sein.

Ende 2006 konnte der VVO eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen. 34 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 42,4 Mio. Euro sind inzwischen abgeschlossen. 2007 wurden zwei Übergangsstellen in Dürrröhrsdorf und Sebnitz mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 2,4 Millionen Euro fertig gestellt. Dazu wurde am Bahnhof Arnsdorf der 1. Bauabschnitt des P+R-Platzes (Gesamtinvestition 0,8 Mio. Euro) in Betrieb genommen.

Durch die modernen Zugangsstellen gewinnt der öffentliche Verkehr deutlich an Attraktivität. Fahrgäste können auf kurzem Wege zwischen den Verkehrsmitteln einfach umsteigen, erleben mehr Komfort und werden über elektronische Anzeigen besser informiert. Nicht zuletzt lösen die Investitionen oftmals umfassende Impulse für die städtebauliche Entwicklung im Umfeld der modernen Verkehrsknotenpunkte aus.

Freital Deuben, neue Bahnsteige

Freital Deuben, neue Bahnsteige

Der Erfolg der Anlagen ist auch in den Nachfragezahlen ablesbar, insbesondere bei den neu eingerichteten Bahnstationen. Am neuen Haltepunkt Nünchritz steigen heute täglich vier Mal so viele Fahrgäste aus und ein wie am alten, siedlungsferner gelegenen Haltepunkt Weißig. Auch am neuen Haltepunkt Weinböhla haben sich die Nutzerzahlen in etwa vervierfacht. Mit knapp 600 Ein-/Aussteigern ist der Haltepunkt die am stärksten frequentierte Station im Landkreis Meißen außerhalb der S-Bahn-Linie S1. In Großenhain konnte die Fahrgastzahl im SPNV um 60 Prozent gesteigert werden. Nicht überall sind die Steigerungsraten so groß, aber stets ist ein positiver Nachfrageimpuls spürbar. Und auch die Autofahrer nehmen die P+R-Plätze gut an, nicht zuletzt aufgrund des Preisvorteils, den Busse und Bahnen angesichts der hohen Benzinpreise vielfach bieten.

Übersicht P + R-Plätze