VVO ZVON Karte,Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen


Aus zwei Verkehrsverbünden wird einer

In einem ersten Schritt haben sich zum 1. Januar 2026 die politischen Gremien der beiden Zweckverbände zusammengeschlossen: Unter dem Namen Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) arbeiten nun die Landeshauptstadt Dresden, die Große Kreisstadt Görlitz sowie die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge eng zusammen und schaffen die Grundlagen für einen noch einfacheren Nahverkehr.

Das VVO-Gebiet und das ZVON-Gebiet werden perspektivisch zu einem neuen Verkehrsverbund für ganz Ostsachsen.

Zeitschiene


1. Januar 2026


Die Zweckverbände Verkehrsverbund Oberelbe (ZVOE) und Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) schließen sich zum Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO) zusammen.


20. Januar 2026


Die erste Verbandsversammlung des ZVVO hat eine umfassende Untersuchung zu einem neuen gemeinsamen Tarif beschlossen.

14. Juni 2026

Die Gültigkeit des Katzensprung-Tickets wurde erweitert. Nutzen Sie nun mit dem Ticket zusätzliche Buslinien rund um Bautzen, Bischofs­werda und Wilthen. Weitere Informationen zum Katzensprung-Ticket

16. Juni 2026 Die Nutzung der FAIRTIQ-App ist ab sofort noch vorteilhafter, denn der Geltungs­­bereich wurde erweitert. Nun können Sie FAIRTIQ neben dem VVO auch im ZVON-Tarifgebiet sowie für verbund­über­greifende Fahrten in den Nachbarverbund nutzen. Weitere Informationen zu FAIRTIQ.

 


Erweiterung der Gültigkeit der BildungsTickets von VVO und ZVON


 


Wir führen einen neuen Tarif für ganz Ostsachsen ein.

Hier entsteht ein neuer Verbund

 

Fragen und Antworten rund um die Eingliederung

Warum wollen die beiden Verkehrsverbünde überhaupt fusionieren?

Die Aufteilung Sachsens in fünf Verkehrsverbünde ist in der Zeit der Regionalisierung des Schienen­personen­nahverkehrs (SPNV) aufgrund des Sächsischen ÖPNV-Gesetzes in den 90er Jahren entstanden. Heute haben sich Pendlerströme verändert, Reisewege werden länger, die Strahlkraft der drei Großstädte Chemnitz, Dresden und Leipzig geht über die jeweiligen Verbundgrenzen hinaus.

Bereits heute fahren 2/3 der Eisenbahn-Fahrgäste des ZVON in den VVO hinein. In der Vergangenheit wurden für diese Fahrgäste tarifliche Sonderregelungen geschaffen (u. a. Übergangstarif VVO-ZVON, Sonderregelungen für einzelne Buslinien), die so entstandene Tarif-Vielfalt ist zwar zielgruppenorientiert, wurde und wird jedoch immer wieder öffentlich als unübersichtlich kritisiert.

Das Deutschlandticket hat dies zwar radikal vereinfacht, im Freizeit- und Gelegenheitsverkehr besteht allerdings weiterhin der Wunsch nach übergreifenden Tarifangeboten.

Mit einer Fusion von VVO und ZVON wird die Voraussetzung für ein einheitliches Tarifsystem für ganz Ostsachsen geschaffen, das der zunehmenden Verflechtung der Regionen Görlitz, Zittau und Bautzen mit der Landes­hauptstadt Dresden Rechnung trägt. Dabei werden die bestehenden Verflechtungen nach Polen und Tschechien ebenso berücksichtigt wie lokale Besonderheiten und wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen sowie die Landkreise und Städte.

Was sind die Aufgaben des neuen Zweckverbandes?

Der neue Zweckverband ZVVO gestaltet den Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Ostsachsen. Er arbeitet dabei mit der Politik, den Verkehrsunternehmen und benachbarten Verkehrsverbünden zusammen.

Der ZVVO verantwortet den Verbundtarif, sorgt für die gerechte Aufteilung der Ticketeinnahmen unter den Unternehmen, entwickelt Infrastruktur und finanziert und verantwortet das Zugangebot.

Zudem sorgt er für abgestimmte Fahrpläne sowie für einfache grenzüberschreitende Bahn- und Bus-Angebote im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien.

Was ändert sich für Fahrgäste? Welche Vorteile und Auswirkungen bringt eine solche Fusion?

Die Fahrgäste bekommen einen starken Ansprechpartner für alle ÖPNV-Belange Ostsachsens – von Riesa bis Zittau, von der Elbe bis zur Neiße. Sobald der neue Tarif gilt, profitieren sie von einheitlichen Tickets und Tarifregeln.

Die Fahrgäste profitieren von einheitlichen Tickets und Tarifregeln für ganz Ostsachsen. Dabei werden die bestehenden Verflechtungen beider Verkehrsverbünde nach Polen und Tschechien ebenso berücksichtigt wie lokale Wünsche in der Tarifgestaltung.

Die Fahrgäste profitieren von einem einheitlichen Vertrieb, der im gesamten Verbundraum abgestimmten Standards folgt und werden zentral umfassend informiert. Das bisherige Zusammensuchen von Informationen bei zwei Verbünden entfällt.

Insbesondere die Vermarktung der touristischen Angebote aus der Region Oberlausitz sowie der grenz-überschreitenden Ticketangebote bis in den Großraum Dresden bietet neue Chancen für Fahrgastwachstum. Die Oberlausitz gewinnt mehr Präsenz im Quellmarkt.

Ein einheitlicher Vertrieb folgt abgestimmten Standards. Das bisherige Zusammensuchen von Informationen bei zwei Verbünden entfällt.

Gibt es schon einen gemeinsamen Tarif für den ZVVO?

Nein. Wir haben begonnen , einen gemeinsamen Tarif zu entwickeln.

Dabei werden lokale Besonderheiten und gewachsenen Strukturen ebenso berücksichtigt wie die wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen sowie die Landkreise und Städte. Eine solche Tarifentwicklung benötigt daher immer Zeit. Um die Folgen neuer Tarifsysteme und Preise abzuschätzen, werden Modellberechnungen durchgeführt, die auf der Grundlage vieler Daten basieren. Dazu gehören Fahrgastzahlen und Verkehrsströme, bisherige Preise und mögliche neue Angebote. 

Gilt das BildungsTicket durch die Fusion von VVO und ZVON nun in beiden Verbünden?

Nein. An einer Erweiterung der Gültigkeit des BildungsTickets arbeiten wir. Da die Ausweitung der Gültigkeit zu geringeren Einnahmen bei den Verkehrsunternehmen führt, laufen dazu derzeit noch Verhandlungen.  

Zum jetztigen Zeitpunkt können nur Schüler, deren Wohn- bzw. Schulort im Landkreis Bautzen liegt, im gesamten Landkreis Bautzen und damit teilweise im ZVON-Gebiet fahren. Sie haben damit das VVO-BildungsTicket+ Geltungsbereich (PDF).

Wird es neue Busverbindungen geben, die die beiden Verbünde enger verknüpfen?


Schon heute gibt es viele Verbindungen zwischen den Verbünden, die unverändert bestehen bleiben. Zusätzlich haben wir im März 2026 mit dem neuen TaktBus 264 (Bischofswerda – Hohnstein) das verbundübergreifende Angebot verbessert. In den kommenden Jahren wird man auf Basis der Fahrgastnachfrage weitere mögliche Änderungen prüfen.

Stand: 20.01.2026
 

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